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Skat beim Turnier

Simon

Fotos Glasow

Auch mit 65 Jahren noch verdammt erfolgreich im Springsattel:

Hugo Simon geht bereits am Donnerstag in Allersehl an den Start

Pferdesportfestival Niedersachsen 2007 wird zum Treffen der internationalen Reitsport-Elite

Hugo Simon ist einer der erfolgreichsten Springreiter der Welt und nach wie vor äußerst aktiv im Pferdesport. Seit drei Jahrzehnten gehört er zur Weltspitze im internationalen Springsport.
Als gebürtiger Sudetendeutscher kam er nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen Eltern nach Deutschland.
Der Vater Hugo Simons, ein Pferdehändler und Landwirt, brachte ihn an und auf das Pferd.
Mit seinen 65 Jahren gibt er auch heute noch hundert Prozent im Parcours und begeistert die Zuschauer. Mit Freude, Kampfgeist und Siegeswillen geht Hugo Simon an den Start.
1972 nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft an, um an den Olympischen Spielen in München teilnehmen zu können.
Das Wohnhaus und die Reitanlage Hugo Simons liegen am Rande der Stadt Weisenheim am Sand. Hier betreibt der Grand Seigneur des Springsports auch ein Reitsportfachgeschäft.

Das Kurzinterview von Siegfried Glasow:


SG: Herr Simon zunächst einmal „Herzlichen Glückwunsch“ nachträglich zum 65. Geburtstag.

Wie sind Sie auf das Pferdesportfestival Niedersachsen aufmerksam geworden und wissen Sie, wo Allersehl liegt?

HS: Vielen Dank! Zunächst habe ich schon sehr viel Positives von diesem Turnier gehört und mich gefreut, dass ich vom Veranstalter in Allersehl die Ausschreibung zugeschickt bekommen habe! Natürlich weiß ich das Allersehl zwischen Braunschweig und Uelzen liegt. Ist allerdings auch eine weite Strecke für mich!

SG: Mit welchen Pferden werden Sie in Allersehl an den Start gehen?

HS: Wir werden Caldato, Hors la Loi, Candida und Ukinda an den Start bringen.

SG: Wie erklären Sie sich ihre große Beliebtheit auch im hohen kühlen Norden Deutschlands?

HS: Es ist im kühlen Norden nicht anders wie auf der ganzen Welt, nur erklären kann ich das nicht.

SG: Vielen Dank! Wir freuen uns auf Sie,heißen Sie in Allersehl herzlich willkommen und wünschen Ihnen „viel Erfolg!“!

HS: Danke, ich freue mich ebenfalls und werde bereits am Donnerstag an den Start gehen!

Seine größten Erfolge landete Hugo Simon auf dem Hengst E.T., der vor drei Jahren in der Wiener Stadthalle in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. E.T. hat mit 3,2 Millionen Euro eine Summe an Preisgeldern ersprungen, die vorher noch kein Pferd im Springsport erreicht hat.

Hier ein Ausschnitt der Erfolge von Hugo Simon:

1. Platz Audi Grand Prix Wien 1998
1. Platz Großer Preis Aachen (Sieg in der Pulsar Crown, die höchstdotierte
Trophäe des internationalen Springsports) 1998
8. Platz Weltcupfinale Helsinki 1998
1. Platz Audi Grand Prix Wien 1997
1. Platz Weltcupfinale Göteborg 1997

2. Platz EM Mannheim 1997
1. Platz im Weltcupfinale Genf 1996
2. Platz Großer Preis Aachen
4. Platz Olympische Spiele Atlanta
2. Platz Audi Grand Prix Wien
8. Platz Nationencup EM St. Gallen 1995
1. Platz Großer Preis Bremen 1995
2. Platz Weltcup Wien 1983
4. Platz Weltcup, 1. Platz bei der Ersatz-Olympiade Rotterdam 1980
1. Platz Weltcupfinale Göteborg 1979
3. Platz EM Rotterdam 1978
10. Platz EM Wien-Südstadt 1977
5. Platz Olympische Spiele Montreal (Platz 11 Mannschaftswertung)1976
4. Platz EM München 1975
3. Platz WM Hickstead 1974
4. Platz Olympische Spiele München 1972
Hugo Simon wurde insgesamt zehn Mal Österreichischer Staatsmeister im Springreiten

 

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Platzbeg Preis

Platzbegehung Großer Preis

Die Starterliste des Qualifikationssprin gens für den Großen Preis von Niedersachsen liest sich wie ein Auszug des who is who im Reitsport. 117 Teilnehmer sind gemeldet, von denen die 50 Besten den Einzug in die Endrunde schafften. Vor nahezu ausverkauften Zuschauerrängen traten Prominente und Nachwuchs- springreiter auf dem Pferdesportfestival in Allersehl zum großen Kräftemessen an.

Unter ihnen bekannte Reitsportgrößen wie Hugo Simon, Toni Haßmann, Carsten-Otto Nagel und Ulrich Kirchhoff. Sie kämpfen bei erfolgreicher Qualifikation am letzten Wettkampftag in Allersehl um den mit insgesamt 24.000 EURO dotierten Großen Preis von Niedersachsen. Zum Finale am Sonntag ab 15.45 Uhr erwarten die Veranstalter noch einmal einen regen Zuschauerzuspruch und hoffen auf besseres Wetter. All denjenigen, die trotz Regen bereits den Weg zur Qualifikation gefunden haben, bot sich eine spannende Qualifikation

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„Stilsicheres und gutes Reiten führt auch zu Erfolgen“ lautete das Motto der bekannten Reitsportgröße Hermann Schridde. Der passionierte Reitsportler, Legende und Vorbild für viele Größen des Reitsports, setzte sich Zeit seines Lebens für die Förderung talentierter Nachwuchsreiter ein. Der Olympiasieger von Tokio galt als großer Stilist und legte größten Wert auf dressurmäßige Arbeit sowie auf

Preis Hermann-Schridde Stiftung

Preis Hermann-Schridde Stiftung

stilistisch gutes und kontrolliertes Reiten. Nach seinem Tod bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1985 stiftete seine Ehefrau zunächst einen „Gedächtnis-Preis“ der nach einigen Jahren in die Hermann-Schridde Stiftung überführt wurde, die sich konzentriert für die Nachwuchsförderung stark macht. Als Gewinnerin des Ehrenpreises im Rahmen des Pferdesportfestivals Niedersachsen konnte Contanze Meier mit Arellino überzeugen. Als zweite Siegerin ging Franziska Koller mit ihrem Pferd Lynes vor Berith Peter mit Daily Pleasure vom Platz. Übergeben wurde der Ehrenpreis vom Stiftungsvorsitzenden Dietmar Hoffmann aus Winsen. Sein Ziel ist die Förderung von insgesamt 16 Nachwuchstalenten, die nach konzentriertem Training mit bekannten Reitern bei den German Classics in Hannover an den Start gehen werden.

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Ehrenrunde Wittingerspringen

Mit unbändiger Freude absolvierte Hilmar Meyer, Gewinner des von der Wittinger Privatbrauerei ausgelobten Ehrenpreises in der S-Klasse Zeitspringprüfung, am Freitag seine Ehrenrunde. Immerhin ging er mit seinem Pferd Ipsylon mit null Fehlern als Sieger aus einem Zwei-Sterne-S-Springen, der Königsklasse für Springreiter hervor. Zweiter wurde Toni Haßmann auf Latina und Dritter Marcel Buchheim auf Carlos. Besonders schnell auf dem Parcours unterwegs war Carsten-Otto Nagel, der mit einem Fehler kurz vor Schluss des Parcours seinen möglichen Sieg dann doch noch abgeben musste.

Dressur

Parallel zu den publikumswirksamen Springen präsentiert sich in Allersehl die Dressurreiterelite. Die hohe Kunst der Dressur ist in zahlreichen Dressurprüfungen zu bewundern, darunter ein Grand Prix de Dressage und ein Grand Prix Special der Klasse S. Bewertet werden die Teilnehmer von insgesamt maximal fünf Wertungsrichtern, deren Ergebnisse gleichberechtigt in die Ergebnisse eingehen. Die Bewertung erfolgt nach den Vorgaben der allgemeinen Reitlehre im Hinblick auf Elemente wie Schwung und Ausdruck. Dabei erfolgt der Befehl vom Reiter an das Pferd nahezu unmerklich für den Betrachter über Gewichtverlagerungen sowie Schenkeldruck und leichte Handbewegungen. Das erfordert eine enorme Körperbeherrschung weshalb Dressurreiter in der Regel lange Ausbildungszeit durchlaufen, um die geforderten Lektionen auf Kommando in Perfektion abzurufen und eine Chance auf den Sieg zu haben. „Pferde, die einer Dressurprüfung der Klasse S antreten dürfen müssen älter als sieben Jahre sein und sollten mindestens drei bis vier Jahre Training absolviert haben. Die Reiter brauchen in der Regel doppelt so lange, um zur Perfektion zu gelangen“, so Richterin Heide Dörler in einer Veranstaltungspause.

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Tanja Bock

Rund zwei Wochen wird in Allersehl noch mit Hochdruck am Abbau gearbeitet. Dann sieht die Reithalle der Familie Bock wieder aus wie immer und der Rasen der Springanlage wird wie ein Heiligtum gepflegt. „Der Reitunterricht auf unserer Anlage wird vom Reitverein organisiert. Ich kümmere mich um das Füttern und Streuen. Wir organisieren das ganze Jahr über jagdliche Ausritte, Dressur- und Springlehrgänge mit namhaften Reitern und einen Vierkampf. Außerdem begleite ich meine Tochter Malena gern am Wochenende auf Turniere, das macht mir sehr viel Spaß. Aber natürlich muss ich genauso für meinen Sohn Niklas da sein. Da steht an den Wochenenden auch das eine oder andere Fußballturnier auf dem Programm. Das alles kostet viel Zeit und ist mir fast wichtiger als selbst bei Veranstaltungen anzutreten. Auch mein Mann Holger war früher aktiver Reiter und hat Turniere besucht. Das ist heute wegen seines großen beruflichen Engagements leider nicht mehr möglich. Der Job als Turnierchef ist natürlich ein Kraftakt, aber die tolle Stimmung und die große Zahl internationaler Teilnehmer entschädigen uns für die kurzen Nächte in den letzten Wochen,“ so Tanja Bock bei einer kurzen Verschnaufpause am Rande des vorletzten Springens.

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Er ist fast überall auf dem Turniergelände zu finden und immer in Aktion. Meistens erkennt man Franz Bockholt an seiner schwarzen Melone. Als Steward ist er das Bindeglied zwischen Reitern, Pflegern, Pferden und Veranstaltern aber auch Parcoursbauer und Richter. „Vor 20 Jahren hat jeder Landesverband einen Steward ausgebildet. Ich war eigentlich von Anfang an mit dabei. Ich kümmere mich um die Belange von Reitern und Pflegern aber auch um die Unterbringung der Pferde. Ich bin sehr oft unterwegs, häufig auf internationalen Turnieren wo ein Steward vorgeschrieben ist. Mit der Liveberichterstattung im Fernsehen ist die Aufgabe noch umfangreicher geworden. Hier müssen alle vorgegebenen Zeiten genau eingehalten werden, denn die Zuschauer erwarten die Präsentation des Siegers noch vor Sendeschluss. Da darf nichts schief gehen“ fasst Bockholt seine Tätigkeit in wenigen Worten zusammen, bevor er zum Start des nächsten Springens gerufen wird. Es geht eben nichts ohne den Steward im Reitsport.

 

Steward

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Dressursiegerin Grand Prix Speciale

Mit einer hervorragenden mit 70,32 Prozent bewerteten Dressurprüfung sicherte sich Isabell von Wendorff den Sieg beim Grand Prix Special des Pferdesportfestivals Niedersachsen. Als zweiter Sieger ging Wieger Derk de Boer auf Cosmopolitan vor der Drittplatzierten Andrea Landy-Silling vom Platz. Insgesamt konnten sich 12 der 18 Teilnehmer für eine Siegprämie platzieren. Überglücklich nahm die Siegerin vor einer gut gefüllten Zuschauertribüne die Glückwünsche und den Ehrenpreis der LVM Versicherung von Frank Kolbe entgegen. Alle Teilnehmer erfüllten bei der äußerst anspruchsvollen Prüfung „Grand Prix Special“ in Allersehl die gleichen Aufgaben, wie sie bei den kommenden Europameisterschaften in Turin gefordert sind. Die Siegerehrung nutzten die Platzierten, um den Zuschauern auf der Springanlage in Allersehl einen kurzen Eindruck ihres Könnens zu vermitteln. Anschließend legte Gewinnerin Isabell von Wendorff eine eindrucksvolle Ehrenrunde in gestrecktem Trab hin, wofür sie mit Viel Jubel und Beifall belohnt wurde.

 

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Boskowitz

Mit einer fehlerfreien Runde in 44,84 Sekunden setzte sich Hans-Günther Goskowitz mit seinem Pferd Wafel de Meia Luna in der Siegerrunde in der Springprüfung Klasse S am vorletzten Veranstaltungstag des Pferdesportfestivals Niedersachsen gegen die Konkurrenz durch und konnte den Siegpreis der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg entgegen nehmen. Erfolgreicher Zweiter wurde Jens Klöppel mit Cavino vor Hartwig Rohde mit Caletta. Favorit Hugo Simon verpasste die Siegerrunde knapp. Den Zuschauern des Turniers in Allersehl bot sich ein sehr spannender Wettkampf was mit viel Applaus bedacht wurde

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